RFID ist die Abkürzung für den englischen Begriff
“Radio Frequency Identfication”. Darunter ist die Identifzierung von
Daten oder Informationen mithilfe elektromagnetischer Wellen zu verstehen. Mit
dieser Methode ist beispielsweise eine automatische Identifzierung und
Lokalisierung von Lebewesen und Gegenständen möglich. Diese Technik stellt eine
enorme Erleichterung in der Datenerfassung dar.
Ein RFID-System besteht aus einem Transponder und einem Lesegerät (Reader). Der
Transponder befindet sich an Gegenstand oder Lebewesen und enthält einen Code,
die vom RFID Reader ausgelese wird. RFID Transponder können Reiskorngröße haben
und so fast überall implantiert werden. Die Koppelung geschieht durch die vom
Lesegerät erzeugten magnetischen Wechselfelder mit geringer Reichweite oder
mittels hochfrequenter Radiowellen. Bei diesem Vorgang findet nicht nur die
Datenübertragung statt, der Transponder wird auch gleichzeitig mit Energie
versorgt. Die Reichweite ist abhängig von der Leistung des Gerätes und der
angewandten Radiofrequenz. Eine Klassifizierung der RFID Reader wird über deren
Frequenz, Reichweite, Leistung und Datenübertragungsprotokolle vorgenommen.
Der Leseprozess des RFID Reader wird über ein Mikroprogramm gesteuert. Die an
den Transponder durch externe oder integrierte Antennen übermittelten Kommandos
werden über die Lesefunktion ausgewertet. Die wichtigsten Aufgaben des RFID
Readers liegen in der Ermittlung des Sendesignals, der Filterung des Signals
aus der Antwort sowie in der Aufbereitung der erhaltenen Daten in
festgeschriebener Form. Informationen werden beispielsweise in
Warehouse-Management- oder Lagerverwaltungssystemen, in ERP-, Warenwirtschafts-
oder Produktionsplanungssystemen ausgewertet.
Der Großteil aller eingesetzten RFID Reader wird stationär eingesetzt. Sie besitzen Schnittstellen zu externen Antennen.
Steuerung und Verarbeitung der Informationen erfolgen bei diesen Readern
mittels Host. Die Kommunikation mit dem RFID Reader findet über entsprechende
Schnittstellen wie beispielsweise RS485 oder Ethernet statt.
Beim mobilen RFID Reader (Handheld) ist die Antenne ins Gerät integriert. Eine
Datenzwischenspeicherung im mobilen RFID Reader ermöglicht auch eine
Datenübertragung zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise via Dockingstation
oder. RFID Systeme finden unter anderem in der Warensicherung, zur
Tierkennzeichnung in der Landwirtschaft und bei Mautsystemen erfolgreich
Anwendung. Langfristig werden sie den Barcode ersetzen können.